Das Pioratal
 

Das Pioratal
Das Pioratal, das vom Ritomdamm aus bis zum Passo dell'Uomo auf einer Höhe von 2218 m ansteigt, hat eine Gesamtfläche von 23,3 km2 und ist somit das grösste Tessiner Berggebiet. Es ist ein sehr weit gedehntes und aussergewöhnlich schönes Berggebiet. Von vielen wird es für seine vielfältige und reiche Landschaft ein echtes Naturmuseum genannt. Das Gebiet ist sehr reich an Flora und Fauna und natürlichen Phänomenen, so dass es heute für zahlreiche Wissenschaftler ein sehr begehrtes Ziel ist. Diese besuchen oft das 1993 eröffnete Zentrum für Alpen-Biologie.
Die Cadagno Hütte ist ein Treffpunkt für Wanderer und Naturforscher.
Dank seiner vielfältigen Landschaft eignet sich das Pioratal alle für möglichen Wanderungen. Vom einfachen Spaziergang für Familien mit Kinder und ältere Menschen, bis hin zur anspruchsvollen Wanderung für trainierte Personen, auf gut markierten Wegen die durch wunderschöne Wälder führen.






Berggebiet:
Das Pioratal ist das ausgedehnteste Berggebiet des Tessins. Von Juli bis September, für durchschnittlich 75 Tagen, steigen ca. 450 Stück Rindvieh zur Alp, unterteilt in 80 Rinder, 120 kleine Rinder und Kälber, und 250 Kühe. Auf der Pioraalp werden pro Saison zwischen 15 und 18 Tonnen Käse produziert; dank der hohen Qualität des Grases kann man den Piorakäse zu den besten der Schweiz zählen.




Flora:
Dank der besonderen geologischen Struktur, verfügt das Pioragebiet über eine sehr reiche und vielfältige Flora. Lärchen und Pinienwälder, Sümpfe und Torfgrüben, Wiesen, sehr reich an vegetarische Arten wie Bergische Arnika, Vanille, Thymian, Paradisia, Alpenakelei, Alpenrose, etc. In der Gegend findet man ausserdem aussergewöhnliche Moos- und Flechtensorten.




Fauna:
Dank der großen Umweltvielfalt, die der Fauna Schutz und Nahrung bietet, leben in der Gegend Piora verschiedene Tierarten. Unter den Säugetieren: Steinböcke, Gemsen, Rehe, Murmeltiere, Hermeline, Alpenhasen, Füchse, Mäuse verschiedener Arten, usw. Unter den Vögeln: Steinschmätzer, Hänfling, Rotschwänzchen, merlo dal collare, nocciolaia, pettazzurro, Turmfalke, Adler, Birkhahn, Berghuhn, usw. Unter den Amphibien: Alpenmolch und Rotfrosch.




Naturphänomene:
Im Lago di Cadagno kommt ein sehr interessanten, äußert seltenes Phänomen vor, das sich nur in sehr wenigen Seen dieser Welt findet; die Merorissi. In diesem See ist das Wasser in zwei, grundsätzlich verschiedene Schichten getrennt, die sich nie vermischen. Eine sauerstofflose Wasserschicht im unteren Teil ermöglicht nur wenigen Mikroorganismen das Leben. Eine sauerstoffreiche Wasserschicht im oberen Teil ist ideal für das Fischleben. Zwischen den zwei Wasserschichten entwickelt sich eine Gemeinschaft von Schwefelbakterien, die rot gefärbt sind.



Centro biologia alpina:
 

Centro biologia alpina, CH-6799 Piora
Tel. 091/868.19.70 e 868.15.98
Istituto Cantonale Batteriologico
Via Ospedale 6, CH-6904 Lugano
www.ti.ch/DOS/DSP/IstBC/piora.htm